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„Wenn der gefühlte Nutzen höher ist, als das gefühlte Risiko, dann wird das gemacht.“

„Wenn der gefühlte Nutzen höher ist, als das gefühlte Risiko, dann wird das gemacht.“

Warum in Unternehmen keine Strategien, sondern Zukunftsbilder zählen und Nachhaltigkeit in Zukunft ein echter Moneymaker ist? Die Antworten gab Trendforscher Sven Gábor Jánszky im Interview.

Tamara Dietl: Der amerikanische Literat Robert Anton Wilson unterscheidet Menschen in zwei Gruppen: die Neophoben und die Neophilen. Die Neophoben sind jene, denen das Neue und Unbekannte Angst einjagt. Die Neophilen hingegen begegnen dem Neuen offen.             

Sven Gábor Jánszky: Wir nutzen die Theorie der „Sensation Seekers“, die besagt, dass jeder Mensch ein ideales Erregungslevel hat. Etwa 15 Prozent der Menschen sind zufrieden, wenn etwas Risiko besteht. Die anderen 85 Prozent ruhen in sich, wenn alles stabil ist. Das bedeutet, dass ich die Sensation Seekers auf eine andere Weise zu strategischen Veränderungen als die Neophoben bringe. Während ich den Neophilen geschützte Räume gebe, muss ich den anderen immer einen persönlichen Nutzen der Veränderung zeigen. Ich glaube, dass jeder solche Nutzen-Risiko-Abwägungen vollzieht. Und wenn der gefühlte Nutzen höher ist, als das gefühlte Risiko, dann wird das gemacht. 

Ist das nicht schwierig, wenn strategische Entscheidungen getroffen werden müssen? Möglicherweise geht es um eine Innovation oder um etwas, wo der persönliche Vorteil gar nicht sofort erkennbar ist. Wie kriegt man also die „Nein-Sager“? 

In der Strategieberatung gibt es klare Methoden. Diese zielen aber immer auf die Menschen ab, die bereits intrinsisch motiviert sind und Veränderungen wollen! Nicht auf die große Mehrheit. Hier haben wir bei 2b AHEAD einen Beratungsansatz entwickelt. Es geht um Unternehmenskultur. Unternehmenskultur besteht aus zwei Dingen: Aus den automatisierten Denk- und Verhaltensmustern der Menschen. Dazu kommen Regeln und Rituale. Automatisierte Verhaltensmuster kann ich nicht ändern. Ich kann nur die Regeln verändern. Das heißt, man muss wissen, was man will. Und dann muss ich überlegen, welche Rituale gibt es, die verhindern, dass Menschen in das „Soll“ kommen. Die muss ich abschaffen. Ich muss den Menschen die Möglichkeit nehmen, ihren alten Denkmustern weiter zu folgen. Erst dann werden sie neue akzeptieren. 

Hat dieses „Muster-Folgen“ mit dem menschlichen Bedürfnis nach Sicherheit zu tun?

Ich glaube ja. 

Was bedeutet Strategie heute?

Wenn ich über Strategie rede, dann rede ich über das Zukunftsbild. Das besteht aus drei Bereichen. Erstens: Wie entwickelt sich die Umwelt, die Branche durch Technologien und gesellschaftliche Trends? Zweitens: Wo möchte ich mich innerhalb dieses veränderten Umfeldes positionieren? Und drittens: Wie ist der Weg dahin? Das ist das, was viele unter Strategie verstehen. Aber in Wahrheit ist das ein Zukunftsbild. Doch es wird auf dem Weg dorthin Änderungen geben. Das heißt, dass man in der Lage sein muss, immer zu erkennen, wo sich gerade etwas tut. Es bedeutet, Optionen auszuprobieren und auch korrigieren zu können, aber auch, dass neben dem System ein weiteres System aufgebaut werden muss. Man investiert also in Dinge, die abseits des Plans liegen, die aber passieren können. Das verstehe ich im Augenblick unter Strategie. 

Was wir brauchen, ist eine Strategie für das große Ganze im Sinne der Nachhaltigkeit, oder? 

Unbedingt! Es gibt einen Satz, der mir in diesem Zusammenhang nicht mehr aus dem Kopf will: „Das größte Geschäftsmodell der Zukunft ist die Rettung der Welt“. Er stammt von Gerhard Knies, der mit seinem Desertec-Projekt für Furore sorgte. Wir leben in einem Gesellschaftssystem, in dem sich Trends und Entwicklungen durchsetzen, wenn man mit ihnen Gewinn machen kann. Wir werden die Probleme dieser Welt lösen können, aber wir tun es auf eine Art, mit der wir Geld verdienen. Ich glaube, das ist der einzige Weg, die Welt wirklich nachhaltiger zu machen. Produkte, die nicht nachhaltig sind, werden teurer und Nachhaltigkeit damit zum Kostensenker. Zudem wird die Verantwortung des Unternehmens nicht nur auf die Produktion und Nutzung des einzelnen Produkts bezogen werden, sondern sie wird als Ganzes betrachtet: vom Ressourcenverbrauch der Rohstoffgewinnung über die Verarbeitung bis zur Entsorgung. Wer als Unternehmen nachhaltig sein will, gibt seinen Kunden die Möglichkeit, durch den Kauf von Produkten und Services in die „Rettung der Welt“ zu investieren. 

Um den vollständigen Artikel zu lesen, einfach hier die PoV gratis bestellen.

Tags

Sven Gábor Jánszky, Söllner Communications, München, Nachhaltigkeit, Tamara Dietl, Unternehmenskultur, Trends

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