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„Wir müssen authentische Geschichten erzählen“

„Wir müssen authentische Geschichten erzählen“

Sandra Scherzer, Bereichsleiterin Unternehmenskommunikation im Zeppelin Konzern, über den Vorteil, Menschen über Werte zusammenzubringen

 

Clemens Wolf: Inwieweit spielt das Thema Werte in der internen Kommunikation eine größere Rolle als früher? Nicht nur bei Zeppelin, sondern generell in der Unternehmenskommunikation?

Sandra Scherzer: Werte haben immer mit Authentizität zu tun. Gerade in der internen Kommunikation lassen sich Mitarbeiter nur über authentische, nachvollziehbare Geschichten erreichen. Wir kommen verstärkt an den Punkt, an dem Mitarbeiter diese Hochglanz-Marketing-Geschichten nicht mehr hören und sehen möchten. Deshalb verfolgen wir in unserer Mitarbeiterzeitschrift einen ganz klaren Ansatz: Wir setzen auf authentisches Storytelling und Kommunikation von Mitarbeitern für Mitarbeiter. Das erreichen wir, indem wir Themen offen und ehrlich benennen. Und ich bin davon überzeugt, dass Mitarbeiter dafür dankbar sind – und das gilt eigentlich für alle Unternehmen.

 

Wie haben Sie das Thema Werte und Strategie kommunikativ im Unternehmen implementiert?

Indem wir das Thema in der Kommunikation ganz bewusst aufgreifen, haben wir echte Verbindungen zu den Kollegen geschaffen. Wir suchten zu den Grafensätzen konkrete Praxisbeispiele aus dem Unternehmen und haben deshalb ein eigenes Grafensatz-Gewinnspiel initiiert. Alle Mitarbeiter wurden dazu aufgerufen, sich ein, zwei, fünf oder auch sieben Grafensätze auszusuchen und ihre persönliche Geschichte aus dem Alltag zu erzählen. Das hat eine enorme Resonanz ausgelöst und viel bewirkt. Innerhalb des Konzerns sind wir sehr unterschiedlich aufgestellt, wir verfügen über ein ausgesprochen diverses Geschäft. Und wenn diese Diversität einen konkreten und ehrlich gemeinten Rahmen erhält, schafft das eine Verbindung unter den Mitarbeitern. 

 

Ich halte das für bemerkenswert, weil man das Gefühl hat, das laufe von selbst. 

Wenn die Menschen beispielsweise Unterstützung in einem Projekt wünschen, beziehen sie sich nicht selten direkt auf einen Grafensatz. Dann schreiben sie in die Betreffzeile: „Grafen kriegen Unterstützung“! Das ist in der Tat sehr bemerkenswert und zeigt, dass die Werte bei den Mitarbeitern angekommen sind. 

 

Eine allgemeine Studie besagt: 20 Prozent beachten die Unternehmenswerte, also leben tatsächlich nach ihnen, 38 Prozent kennen sie wenigstens und der Rest weiß von gar nichts. 

Ich war vor Zeppelin in vielen anderen großen Unternehmen, bei denen es sicher ähnlich war wie in dieser Studie geschildert. Bei Zeppelin hingegen sind die Werte nicht nur präsent, sondern werden auch gelebt. Das mag ein wenig nach Marketing in eigener Sache klingen, ist aber völlig aufrichtig gemeint. So wie bei Zeppelin habe ich es tatsächlich noch nicht erlebt. Die Leidenschaft der Kollegen, die hinter dem Satz „Grafen treffen ins Herz“ steht, ist spürbar.

 

Also können Sie sich das für die Kommunikation auch zunutze machen? Wirklich darauf setzen, die Grafensätze als Hebel benutzen, um andere Themen verständlicher zu kommunizieren? 

Ja, das zeigt zum Beispiel unsere Mitarbeiterbefragung. Wir wollten messen, in welcher Ausprägung die Grafensätze gelebt werden. Dazu haben wir uns spezielle und indirekte Fragen zu unseren Grafensätzen überlegt. Auf diese Weise waren wir in der Lage festzustellen, wo wir bei diesem konkreten Punkt stehen. Oder aber im Employer-Branding. Selbst in der externen Kommunikation lässt es sich damit wunderbar variieren, weil wir uns variable Sätze herausgesucht haben. Am Beispiel „Grafen kriegen Unterstützung“ lässt sich das gut veranschaulichen. Extern wandeln wir den Satz einfach aktiv um in „Du bekommst Unterstützung“. Das zeigt, was beispielsweise Schulabsolventen bei uns erwarten dürfen. Wenn das authentisch kommuniziert wird, fühlt sich die Zielgruppe angesprochen. Dadurch stellen wir sicher, dass Menschen den Weg zu uns finden, die auch zu uns passen.

 

Und die damit ja schon die Grafensätze kennenlernen. 

Genau. Ich denke, dass wir damit die richtigen Menschen von uns überzeugen: „Grafen ziehen Grafen an.“ Denn attraktiv für qualifizierte Kollegen zu sein ist heute wichtiger denn je. Ein klarer Wettbewerbsvorteil durch unsere Werte. Eigentlich wunderbar, oder?! 

Um den vollständigen Artikel zu lesen, einfach hier die PoV gratis bestellen.

Tags

Sandra Scherzer, Söllner Communications, Zeppelin, Interne Kommunikation, Strategie

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