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"Ich möchte das Thema Online gegen Offline gerne auflösen"

"Ich möchte das Thema Online gegen Offline gerne auflösen"

Seit Anfang des Jahres ist Jörg Pretzel 1. Vorsitzender des Symposiums Feines Essen + Trinken. Als langjähriger Geschäftsführer von GS1 Germany weiß er um das Potenzial der Digitalisierung für die Lebensmittelwirtschaft und deren Wertschöpfungskette. Im Gespräch mit der PoV gibt er einen Ausblick auf deren Bedeutung für Konsumenten, Handel und Industrie.

Wie würden Sie die Entwicklung der Lebensmittelbranche in den letzten Jahren beschreiben?


Ich sehe zwei Entwicklungen, die stark zusammenhängen: Frische ist viel wichtiger geworden, und beim Konsumenten ist ein ganz anderes Bewusstsein für Lebensmittel entstanden. In unserer Überflussgesellschaft hat ein gewisses Umdenken stattgefunden. Zum Beispiel das Wegwerfen von Lebensmitteln: Da ist der Konsument sensibler geworden. Deutschland ist allerdings im europäischen Vergleich immer noch das Land, das das geringste Preisniveau für Lebensmittel hat. Wenn ich an Frankreich oder Italien denke, da ist der Konsument bereit, viel mehr Geld für Lebensmittel auszugeben. Aber dahin entwickeln wir uns langsam auch. 

Welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang die Digitalisierung?


Die Digitalisierung ist nicht das Schreckgespenst, das dazu führt, dass die Qualität der Lebensmittel schlechter wird. Ganz im Gegenteil! Diese Technologie kann helfen, die Lebensmittel noch sicherer und besser zu machen. Man muss die Digitalisierung als ein Werkzeug nutzen, um sich weiter in der Performance zu verbessern. Big Data, künstliche Intelligenz und Algorithmen sind Werkzeuge, die uns in die Lage versetzen, bessere Produkte zu entwickeln, die noch stärker die Bedürfnisse des Konsumenten erfüllen. 

Verlagert sich der Lebensmittelhandel immer mehr ins Netz?


Ich möchte das Thema Online gegen Offline gerne auflösen. Da wird viel zu stark polarisiert. Es gibt nicht den Offline-Kunden und den Online-Kunden, sondern einen hybriden Kunden, der sich mal so und mal anders verhält. Ein Konsument nimmt täglich im Durchschnitt 2.500 Kalorien zu sich. Und nun lautet die Frage: Aus welchen Kanälen kommen diese 2.500 Kalorien? Wenn Sie etwa morgens die Händler sehen, die am Bahnhof Coffee to go und ein Baguette für 5 Euro anbieten, dann sind das die ersten Ausgaben und die ersten Kalorien, die konsumiert werden. Am Nachmittag lässt sich unser Durchschnittskunde seine Lebensmittel via online nach Hause liefern. Sehr diverse Handelswege also. Deswegen müssen wir auch dort eine neue Benchmark finden, ich sage dann, es ist der „Share of Stomach“. 

Aber was bedeutet die Digitalisierung dann für den Kunden?
Er wandelt sich vom Follower zum Influencer. Durch die sozialen Medien hat der Konsument heute eine ganz andere Power, um seine Meinung kundzutun, die auch wesentlich schneller im Netz verbreitet wird. Der Handel wird sich also noch intensiver mit seinem Shopper auseinandersetzen müssen, um dessen Bedürfnisse zu erkunden und seine Sortimente darauf abzustimmen. So gesehen spielt nicht die Technologie, sondern der Mensch die zentrale Rolle!

 

 

Um den vollständigen Artikel zu lesen, einfach hier die PoV gratis bestellen.

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